Trotz vielfältiger politischer Reformansätze zur Verringerung von Infektionen und Antibiotika-Resistenzen lag im Jahr 2017 die Anzahl von behandlungsassoziierten Infektionen in Deutschland immer noch auf einem dramatisch hohen Niveau. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. lag die Anzahl nosokomialer Infektionen zwischen 400.000 bis 900.000 mit einer Todesfolge von 15.000 bis 30.000 – dabei gelten ein Drittel als vermeidbar!

Nach der aktuellen Studie der BKK Nord werden 35 % der Patienten mit Grippesymptomen im niedergelassenen Bereich mit Antibiotika behandelt: Dies ist wirkungslos, teuer und trägt zur Resistenzbildung bei. In den Krankenhäusern werden Vorgaben zur Hygienesicherheit nicht mit letzter Konsequenz umgesetzt. Dies, obwohl eine Studie des Centrums für Krankenhaus-Management (Universität Münster) nachweist, dass eine MRSA-Infektion eines Patienten im Durchschnitt zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 8.000 € verursacht, die über DRG-Erlöse nicht refinanziert werden.

Das »9. Westfälische Health Management Forum« geht der Frage nach, welche Gründe für diese bedrohliche Entwicklung ausschlaggebend sind und welche Maßnahmen im Gesundheitsund Sozialnetzwerk ergriffen werden können, um das Risiko einer Schädigung durch »Killer-Keime« deutlich zu reduzieren.

Die FOM Hochschule bietet Mitarbeitern und Führungskräften im Gesundheits- und Sozialmanagement mit dem »Westfälischen Health Management Forum« eine Möglichkeit, sich mit Experten zu aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitswirtschaft auszutauschen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Ort: FOM Hochschulzentrum Münster, Martin-Luther-King-Weg 30-30a, 48155 Münster
Datum: 29.11.2018 16:30 Uhr

Anmeldung:
Sie möchten am »9. Westfälischen Health Management Forum« teilnehmen?
Unsere Zentrale Studienberatung nimmt Ihre Anmeldung gerne entgegen.
Fon: 0800 1 95 95 95
E-Mail: studienberatung@fom.de

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