Münster – Aus dem Urlaub bringt man etwas mit nach Hause. Erinnerungen, Souvenirs und manchmal auch antibiotikaresistente Keime. Jedes Jahr infizieren sich ungefähr 54 000 Deutsche mit antibiotikaresistenten Keimen, ungefähr 2300 sterben, Tendenz steigend.
Eine Forschergruppe mit Wissenschaftlern aus Münster, Berlin und Groningen hat jetzt eine Studie zu der Frage vorgestellt, wann genau sich Auslandsreisende mit den antibiotikaresistenten Keimen infizieren und welche Risikofaktoren besonders gravierend sind, heißt es in einem Bericht über die Studie.

Bild: Die Forscher Priv.-Doz. Dr. Robin Köck (Berlin), Dr. Corinna Glasner (Groningen), Prof. Karsten Becker und Prof. Frieder Schaumburg (beide: Universität Münster) bei der Vorstellung ihrer Studienergebnisse (v.l., Foto: FZ/M. Thomas)

An der Erfassung nahmen über 100 Personen teil, die in der deutsch-niederländischen Grenzregion wohnen. Voraussetzung war, dass die Teilnehmer eine Reise nach Afrika, Asien oder Südamerika machten. In diesen Regionen ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, sich mit antibiotikaresistenten Keimen zu infizieren. Das größte Infektionsrisiko liegt mit 75 Prozent bei Reisen nach Südasien vor, etwa in Ländern wie Indien, Pakistan oder Afghanistan. […]

Artikel aus der WN