Das Problem des immer häufigeren Auftretens multiresistenter Krankheitserreger wird weltweit mit großer Sorge beobachtet. Die Brisanz der wachsenden Gefährdung der Wirksamkeit der dem Menschen zur Verfügung stehenden antimikrobiellen Substanzen zur Therapie von bakteriellen Erkrankungen liegt darin, dass sich die resistenten Keime und noch mehr die „infektiösen“ Resistenzgene ungehindert zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt ausbreiten. Daher müssen alle Bemühungen zur Minimierung der Antibiotikaresistenz im Rahmen des One-Health-Konzeptes (gesunde Menschen, gesunde Tiere, gesunde Umwelt) erfolgen. Das Kernelement des One-Health-Konzeptes ist eine gute Koordination der humanmedizinischen und veterinärmedizinischen Maßnahmen zum sorgsamen Einsatz der vorhandenen antibiotischen Wirkstoffe mit dem Ziel einer höchstmöglichen Wirksamkeit bei gleichzeitig minimaler Resistenzentstehung und -verbreitung.

Das Symposium „Antibiotikaresistenzsituation verbessern, eine gemeinsame Aufgabe von Human- und Veterinärmedizin“ hat sich zur Aufgabe gestellt, die spezifischen Bedingungen in Regionen mit hoher Nutztierdichte, die im Westen Niedersachsens und in den Niederlanden sehr ähnlich sind, zu beleuchten. Die Referenten aus Human- und Veterinärmedizin berichten über die One-Health-Aktivitäten auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene, ziehen Zwischenbilanz zu den Programmen zur Antibiotikaminimierung beim Nutztier und zum Stand der Konzepte zur Verbesserung der Antibiotikaresistenzsituation in der Humanmedizin in Niedersachsen und in den Niederlanden.

Im Vordergrund stehen der Austausch von Erfahrungen und das gemeinsame Planen koordinierter Resistenzminimierungsstrategien, deren Erfolg in hohem Maße davon abhängt, inwieweit Human- und Veterinärmediziner „an einem Strang ziehen“. [Programm-Folder]

für die Veranstalter
Prof. Dr. Thomas Blaha
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover