„MRE-Netzwerke als regionale Innovatoren in der Infektionsprävention und Hygiene“

Die im Jahr 2009 gegründete Initiative „MRSA-Netzwerke in Niedersachsen“ versteht sich als landesweites Metanetzwerk zur Bekämpfung von MRSA, das vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt koordiniert wird und die regionalen Hygienenetze (Synonym für MRSA- und MRE-Netzwerke) in Niedersachsen unterstützt und begleitet. Ziel war und ist die Schaffung und der Ausbau einer Koordinations- und Informationsplattform zur Unterstützung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der einzelnen Einrichtungen und Akteure des Gesundheitswesens sowie betroffener und interessierter Privatpersonen. Die globalen Antibiotikaresistenzentwicklungen, die aktuellen politischen Debatten und Ziele (z.B. der G7-Gipfel 2015) sowie die öffentliche Wahrnehmung verdeutlichen die Notwendigkeit einer gemeinsamen Strategie im Gesundheitswesen. Um der gewachsenen Herausforderungen Rechnung zu tragen wurde das niedersächsische MRSA-Netzwerk in diesem Jahr in „MRE-Netzwerke in Niedersachen“ umbenannt.

Die Fachtagung ermöglicht einen interessanten Rückblick in die Netzwerkarbeit der vergangenen 8 Jahre und erlaubt einen Einblick in die zahlreichen, innovativen Projekte, die durch die regionalen Hygienenetzwerke initiiert werden, um den nachhaltigen Umgang mit antibiotikaresistenten Erregern zu verbessern. Unter dem Motto „Netzwerke als regionale Innovatoren in der Infektionsprävention und Hygiene“ stellen die niedersächsischen Hygienenetzwerke ihre interessantesten Aktivitäten vor.

Die Fachtagung steht unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. Sie unterstützt damit das Anliegen, durch vernetztes Vorgehen die Versorgung von MRE-positiven Patienten in Niedersachsen zu verbessern.

Zur Begegnung der globalen Herausforderungen, hatte die niedersächsische Landesregierung 2015 den Interministeriellen Arbeitskreis zur Strategie gegen Antibiotikaresistenz (IMAK StArt) gegründet, um die Aktivitäten der einzelnen Ressorts (Gesundheit, Umwelt, Tiergesundheit) zu Antibiotikaresistenz unter eine einheitliche Strategie zu stellen.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Fachleute aus dem Gesundheitswesen, der Politik sowie an die Einrichtungen der Selbstverwaltung und an die Berufsverbände. [Programm-Folder]